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Kantholz aus Lärche: Robustes Holz für anspruchsvolle Außenprojekte

Während eine Fichtenkonstruktion nach fünf Jahren im Freien bereits deutliche Verwitterungsspuren zeigt und erste Fäulniserscheinungen aufweist, trotzt…

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Kantholz aus Lärche: Robustes Holz für anspruchsvolle Außenprojekte

Während eine Fichtenkonstruktion nach fünf Jahren im Freien bereits deutliche Verwitterungsspuren zeigt und erste Fäulniserscheinungen aufweist, trotzt Lärchenholz mehreren Jahrzehnten ohne chemischen Schutz. Diese bemerkenswerte Dauerhaftigkeit macht Kantholz aus Lärche zur ersten Wahl für Bauherren und Handwerker, die auf langlebige Qualität setzen. Mit einer Rohdichte von 0,60 g/cm³ ist die Lärche das schwerste und härteste einheimische Nadelholz – ein entscheidender Vorteil bei tragenden Konstruktionen im Außenbereich.

Der natürliche Harzgehalt des Lärchenholzes wirkt als biologischer Schutz gegen Feuchtigkeit und Pilzbefall. Im Gegensatz zu Fichte oder Kiefer benötigt Lärche keine Imprägnierung, um ihre strukturelle Integrität über Jahrzehnte zu bewahren. Diese Eigenschaft macht sie zu einer umweltfreundlichen Alternative zu druckimprägniertem Holz oder Tropenhölzern. Bauherren sparen sich nicht nur die Kosten für chemische Holzschutzmittel, sondern vermeiden auch gesundheitliche Bedenken bei der Verarbeitung und späteren Entsorgung.

Für Terrassenunterbauten, Zaunpfosten, Carport-Konstruktionen und Pergolen bietet Lärchenholz die optimale Kombination aus Festigkeit und Witterungsbeständigkeit. Die mechanischen Eigenschaften übertreffen andere Nadelhölzer deutlich: höhere Biegefestigkeit, bessere Tragfähigkeit und geringere Neigung zum Verziehen. Während sich Fichtenholz bei Feuchtigkeitswechseln oft stark verzieht, bleibt Lärchenholz formstabiler und behält seine Maßhaltigkeit.

Lärchenholz Maserung natürliche Textur in rotbrauner Farbe

Die Dauerhaftigkeitsklasse 3-4 nach DIN EN 350-2 bescheinigt der Lärche eine mäßige bis gute Resistenz gegen holzzerstörende Organismen. Zwar erreicht sie nicht die Widerstandsfähigkeit tropischer Harthölzer wie Teak oder Bangkirai, bietet aber als heimisches Holz erhebliche ökologische Vorteile. Laut einer Erhebung der Landwirtschaftskammer Österreich beträgt der Anteil der Lärche am Holzvorrat in Österreichs Ertragswald 6,6 Prozent – eine begrenzte, aber nachhaltig bewirtschaftete Ressource. Die Kantholz-Produktpalette umfasst sowohl europäische als auch sibirische Lärche, wobei heimische Herkunft kürzere Transportwege und bessere Nachverfolgbarkeit garantiert. Eine Übersicht aller Dimensionen findet sich in der Kategorie Kantholz und Rahmenholz.

Europäische Lärche wächst hauptsächlich in Bergregionen der Alpen und wird dort seit Jahrhunderten forstwirtschaftlich genutzt. Der kürzere Weg vom Wald zum Sägewerk reduziert die CO2-Bilanz erheblich. Sibirische Lärche stammt aus den Weiten Russlands, wo teils problematische Forstwirtschaft ohne lückenlose Zertifizierung betrieben wird. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte europäische Lärche mit PEFC- oder FSC-Siegel bevorzugen. Die Herkunftsfrage beeinflusst nicht nur ökologische Aspekte, sondern auch die Holzqualität: Langsam gewachsene Alpen-Lärche zeigt engere Jahresringe und höhere Dichte als schnellwüchsiges sibirisches Material.

Warum eignet sich Lärchenholz besonders für den Außenbereich?

Die außergewöhnliche Eignung der Lärche für Außenkonstruktionen resultiert aus der Kombination mehrerer Faktoren. Das Kernholz enthält Polyphenole, die pilzhemmend wirken und das Material vor mikrobiologischem Abbau schützen. Anders als das helle Splintholz vieler Nadelbäume ist das rotbraune Kernholz der Lärche deutlich resistenter. Bei der Verarbeitung sollte daher auf einen hohen Kernholzanteil geachtet werden – billige Sortierungen mit viel Splintholz verlieren schneller an Festigkeit.

Die natürliche Vergrauung des Holzes nach sechs bis zwölf Monaten im Freien ist kein Mangel, sondern ein Schutzmechanismus. UV-Strahlung zersetzt das Lignin an der Oberfläche, wodurch sich eine silbergraue Patina bildet. Diese Schicht schützt die darunterliegenden Holzschichten vor weiterem UV-Abbau. Wer die ursprüngliche rotbraune Färbung erhalten möchte, muss jährlich mit pigmentiertem Holzöl nachbehandeln. Für rein funktionale Konstruktionen ist diese Pflege jedoch unnötig – die Festigkeit bleibt von der Vergrauung unbeeinflusst.

Im Vergleich zur Fichte bietet Lärche deutlich bessere Werte bei der Druckfestigkeit parallel zur Faser: Während Fichte bei etwa 45-50 N/mm² liegt, erreicht Lärche 55-60 N/mm². Diese zusätzliche Festigkeit macht sich besonders bei vertikalen Lasten bemerkbar, wie sie bei Carport-Stützen oder Pergola-Pfosten auftreten. Die höhere Dichte führt allerdings auch zu etwas anspruchsvollerer Verarbeitung – Vorbohren ist bei Schraubverbindungen nahe am Hirnholz unerlässlich.

Für Zaunpfosten mit Bodenkontakt ist Lärchenholz besonders geeignet, da gerade der Übergangsbereich zwischen Erde und Luft extrem beansprucht wird. Hier wechselt die Feuchtigkeit ständig, was ideale Bedingungen für Pilzbefall schafft. Die natürliche Resistenz der Lärche verzögert diesen Prozess erheblich. Dennoch empfiehlt sich konstruktiver Holzschutz: Pfostenträger aus verzinktem Stahl oder Edelstahl halten den direkten Erdkontakt vom Holz fern und verdoppeln die Lebensdauer.

Welche Abmessungen und Qualitätsstufen gibt es bei Lärchen-Kantholz?

Die Auswahl der richtigen Dimension entscheidet über Tragfähigkeit, Materialverbrauch und letztlich den Projektpreis. Standardmaße beginnen bei 40×60 mm für leichte Rahmenkonstruktionen und reichen bis 120×120 mm für hochbelastete tragende Elemente. Für Terrassenunterbauten haben sich 70×70 mm oder 90×90 mm als optimale Kompromisse zwischen Tragfähigkeit und Wirtschaftlichkeit etabliert. Bei Spannweiten über zwei Metern empfiehlt sich die stärkere Variante, um durchhängungsfreie Konstruktionen zu gewährleisten.

Lärche Holzbretter gestapelt mit sichtbarer Holzstruktur

Zaunriegel kommen meist mit 60×60 mm oder 70×70 mm aus, während Carport-Pfosten mindestens 100×100 mm aufweisen sollten. Die statische Berechnung hängt von der Schneelast-Zone, der Dachfläche und der Pfostenstellung ab – hier lohnt sich eine fachliche Beratung. Überdimensionierung kostet unnötig Geld, Unterdimensionierung gefährdet die Standsicherheit. Als Faustregel gilt: Je größer die freie Länge und je höher die Last, desto stärker muss das Kantholz ausfallen.

Die Oberflächenbearbeitung beeinflusst Optik, Haptik und Preis. Gehobelte Kanthölzer bieten glatte, splitterfreie Oberflächen und eignen sich für sichtbare Bereiche wie Pergolen oder Carport-Verkleidungen. Der Hobelprozess entfernt Sägerauigkeit und vereinheitlicht die Maße, was die Montage erleichtert. Sägeraues Holz ist deutlich günstiger und zeigt die ursprüngliche Textur der Säge. Für tragende Konstruktionen im nicht-sichtbaren Bereich – etwa Terrassenunterbauten – ist sägeraue Qualität völlig ausreichend. Die raue Oberfläche bietet sogar bessere Haftung für Holzschutzmittel, falls nachträglich gestrichen werden soll.

Sortierklassen geben Auskunft über Astigkeit, Rissbildung und optische Qualität. ABC-Sortierung entspricht gehobener Qualität mit wenigen gesunden Ästen, geringer Rissbildung und gleichmäßiger Farbgebung – ideal für Sichtbereiche. Sortierung 2a beschreibt Bauqualität mit gesunden Ästen bis zu bestimmten Durchmessern, vereinzelten Rissen und leichten Verfärbungen. Diese Qualität eignet sich für die meisten Außenkonstruktionen, bei denen Funktion vor Optik steht. Sortierung 2b zeigt gröbere Äste, stärkere Rissbildung und uneinheitlichere Färbung – verwendbar für nicht-sichtbare tragende Elemente.

Die Preisstruktur unterscheidet sich je nach Herkunft erheblich. Europäische Lärche aus den Alpen kostet als Schnittholz zwischen 700 und 800 Euro pro Kubikmeter. Sibirische Lärche liegt bei 800 bis 950 Euro pro Kubikmeter, obwohl die Transportkosten theoretisch höher ausfallen. Der Preisaufschlag erklärt sich durch die höhere Rohdichte sibirischer Lärche aus extrem kalten Wachstumsregionen mit sehr langsamen Jahrringzuwächsen. Ob dieser geringe Dichteunterschied den Mehrpreis und die schlechtere Ökobilanz rechtfertigt, bleibt fraglich.

Für die Projektplanung ist die Umrechnung von Kubikmeterpreisen auf laufende Meter hilfreich. Ein 90×90 mm Kantholz hat ein Volumen von 0,0081 m³ pro laufendem Meter (0,09 m x 0,09 m x 1 m). Bei einem Kubikmeterpreis von 750 Euro ergibt sich ein Meterpreis von etwa 6,08 Euro. Händler schlagen auf diese Rohholzpreise Säge-, Trocknungs- und Handelskosten auf, sodass Endverbraucher für 90×90 mm europäische Lärche gehobelt mit 15 bis 18 Euro pro laufendem Meter rechnen sollten. Sägeraue Qualität liegt etwa 20 Prozent darunter.

Was kostet Kantholz aus Lärche und wie entwickeln sich die Preise?

Die langfristige Preisentwicklung zeigt einen klaren Aufwärtstrend. In den letzten zwanzig Jahren haben sich die Preise für Lärchen-Schnittholz mehr als verdoppelt. Mehrere Faktoren treiben diese Entwicklung: steigende Nachfrage nach heimischen Hölzern, begrenzte Verfügbarkeit aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und zunehmende Konkurrenz durch Exporte nach Italien und in die Schweiz. Der Ratgeber im Magazin gibt regelmäßig Einblicke in aktuelle Marktentwicklungen.

Lärche Holz Textur mit charakteristischen Jahresringen

Die aktuelle Marktsituation zeigt ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Laut dem Waldverband Österreich ist die Nachfrage nach Lärche ungebrochen rege und kaum zu decken. Diese Knappheit stabilisiert die Preise auf hohem Niveau. In der Steiermark wurden im April 2025 für Lärchen-Rundholz der Sortierungen ABC und 2a/2b zwischen 125 und 155 Euro pro Festmeter gezahlt – deutlich über den Preisen für Fichte oder Kiefer. Diese Rundholzpreise sind die Basis für Schnittholzpreise, die nach Sägen, Trocknen und Hobeln anfallen.

Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Wertschätzung für Qualitäts-Lärche bei Wertholz-Submissionen. Im Dezember 2025 erzielte eine besonders astfreie und geradfaserige Lärche bei einer oberösterreichischen Nadelwertholzsubmission ein Höchstgebot von 838 Euro. Solche Spitzenpreise werden für Furnierholz oder für die Herstellung hochwertiger Möbel gezahlt. Sie zeigen jedoch die grundsätzliche Wertigkeit des Materials und beeinflussen indirekt auch die Preise für Bauholz-Sortierungen.

Für Endverbraucher ergeben sich folgende Orientierungspreise bei gehobelter europäischer Lärche in ABC-Qualität: 70×70 mm etwa 12-15 Euro pro laufendem Meter, 90×90 mm etwa 15-18 Euro, 120×120 mm etwa 28-35 Euro. Diese Preise verstehen sich für handelsübliche Längen von drei bis sechs Metern. Sonderlängen oder Maßanfertigungen kosten meist Aufpreis. Sägeraue Qualität reduziert diese Preise um 15-20 Prozent. Wer noch günstiger einsteigen möchte, findet in den Sonderposten Lärchenholz preisreduzierte Restposten. Bei größeren Abnahmemengen ab zehn laufenden Metern gewähren manche Händler Staffelpreise.

Der Vergleich zu Fichte verdeutlicht den Preisunterschied: Fichten-Kantholz in vergleichbaren Dimensionen kostet etwa 30 bis 50 Prozent weniger. Ein 90×90 mm Fichtenkantholz liegt bei etwa 8-12 Euro pro laufendem Meter. Der höhere Preis der Lärche relativiert sich durch die deutlich längere Lebensdauer. Während Fichtenholz im Außenbereich ohne Imprägnierung nach 10-15 Jahren ausgetauscht werden muss, hält Lärche 25-40 Jahre. Die Total Cost of Ownership – also die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer – fallen bei Lärche trotz höherem Einstiegspreis günstiger aus.

Die Preisprognose für die kommenden Jahre deutet auf Stabilität bis leichte Steigerung hin. Klimawandelbedingte Waldumbau-Programme fördern den Lärchen-Anbau in höheren Lagen, wo Fichte zunehmend unter Trockenstress leidet. Diese Verschiebung wird jedoch erst in Jahrzehnten zu deutlich größeren Einschlagsmengen führen. Kurzfristig bleibt das Angebot begrenzt, während die Nachfrage nach nachhaltigem, regionalem Holz weiter wächst. Wer größere Projekte plant, sollte Preisangebote einholen und bei günstiger Gelegenheit bevorraten – vorausgesetzt, eine trockene Lagermöglichkeit steht zur Verfügung.

Wie verarbeite und pflege ich Lärchen-Kantholz richtig?

Die Verarbeitung von Lärchenholz erfordert Respekt vor dem harten Material. Die hohe Dichte macht Vorbohren bei Schraubverbindungen zur Pflicht, insbesondere bei Verschraubungen nahe am Hirnholz. Ohne Vorbohren spaltet das Holz entlang der Jahresringe – ein irreparabler Schaden. Der Bohrerdurchmesser sollte etwa zwei Drittel des Schraubendurchmessers betragen. Bei 6 mm Schrauben also 4 mm vorbohren. Für Terrassenschrauben mit Senkkopf empfiehlt sich zusätzlich ein Versenker, damit die Schraubenköpfe bündig abschließen.

Werkzeugwahl beeinflusst die Arbeitsqualität erheblich. Hartmetall-Sägeblätter halten länger als HSS-Blätter und liefern sauberere Schnitte. Der hohe Harzgehalt verklebt Sägeblätter schneller als bei Fichte – regelmäßiges Reinigen mit Harzlöser erhält die Schnittqualität. Bei Kreissägen sollte die Drehzahl nicht zu hoch gewählt werden, um Brandspuren zu vermeiden. Für Längschnitte eignen sich Sägeblätter mit geringerer Zahnzahl, für Querschnitte mit höherer Zahnzahl.

Die natürliche Vergrauung beginnt etwa zwei bis drei Monate nach der Installation, abhängig von UV-Exposition und Bewitterung. Südseiten vergrauen schneller als Nordseiten. Dieser Prozess ist keine Qualitätsminderung, sondern eine Oberflächenveränderung der obersten 0,1-0,2 mm. Die strukturelle Festigkeit bleibt vollständig erhalten. Die silbergraue Patina schützt vor weiterem UV-Abbau und verleiht der Konstruktion einen witterungsbeständigen Charakter.

Wer die ursprüngliche rotbraune Farbe bewahren möchte, muss jährlich mit pigmentiertem Lärchenöl nachbehandeln. Der Ölauftrag erfolgt auf trockenem, staubfreiem Holz mit Pinsel oder Rolle. Verbrauch liegt bei etwa 100-150 ml pro Quadratmeter beim Erstauftrag, bei Folgebehandlungen bei 80-100 ml. Das Öl zieht in die Oberfläche ein und bildet keinen geschlossenen Film wie Lack. Dadurch bleibt die Holzstruktur sichtbar und fühlbar. Nach etwa zwölf Monaten verblasst die Pigmentierung durch UV-Strahlung – Zeit für die nächste Behandlung.

Europäische Lärche Nadelbaum mit grünen Nadeln und Zapfen

Konstruktiver Holzschutz ist wichtiger als jede Oberflächenbehandlung. Das bedeutet: Wasser muss ablaufen können, Staunässe ist zu vermeiden, und direkte Bodenberührung sollte ausgeschlossen werden. Für Terrassenunterbauten empfiehlt sich ein Gefälle von 2-3 Prozent, damit Regenwasser zügig abfließt. Bei horizontalen Auflagen sollten Abstandshalter für Luftzirkulation sorgen – stehendes Wasser zwischen Holz und Auflage beschleunigt Verrottung auch bei Lärche.

Bei Pfosten mit Bodenkontakt bieten sich Pfostenträger aus verzinktem Stahl oder Edelstahl als beste Lösung an. Diese werden ins Fundament einbetoniert oder mit Bodenhülsen verankert. Das Kantholz wird auf den Träger geschraubt und bleibt mindestens fünf Zentimeter über dem Erdreich. Diese Maßnahme verdoppelt die Lebensdauer im Vergleich zum direkten Einbetonieren. Wo Bodenkontakt unvermeidbar ist – etwa bei historischen Bauweisen – sollte zumindest die untere Stirnseite mit Bitumen-Dickbeschichtung versiegelt werden.

Stirnholzversiegelung verhindert übermäßiges Eindringen von Feuchtigkeit über die offenporigen Hirnholzflächen. Unbehandelte Stirnseiten nehmen Wasser kapillar auf und trocknen langsamer als Längsseiten – ein Nährboden für Pilzbefall. Spezielle Hirnholzversiegler auf Wachs- oder Acrylbasis schließen diese Poren. Der Auftrag erfolgt satt mit Pinsel direkt nach dem Ablängen, bevor das Holz verbaut wird.

Die realistische Haltbarkeit von Lärchen-Kantholz im Außenbereich variiert je nach Beanspruchung und Schutzmaßnahmen. Terrassenunterbauten ohne Erdkontakt halten 20-25 Jahre, Fassadenverkleidungen mit konstruktivem Holzschutz 30-40 Jahre, Zaunpfosten mit Bodenkontakt trotz Pfostenträger etwa 15-20 Jahre. Diese Werte setzen voraus, dass keine groben Konstruktionsfehler wie stehendes Wasser oder dauerhafter Erdkontakt vorliegen. Die Sortierung Kantholz und Zaunlatten bietet verschiedene Dimensionen für unterschiedliche Anwendungen.

Jährliche Wartung beschränkt sich auf Sichtprüfung und einfache Maßnahmen. Lose Äste sollten entfernt werden, bevor sie herausfallen und Löcher hinterlassen. Verschraubungen werden auf festen Sitz geprüft und bei Bedarf nachgezogen – Holz arbeitet durch Feuchtewechsel. Ablagerungen von Laub oder Moos in Fugen müssen entfernt werden, da sie Feuchtigkeit speichern. Diese wenigen Minuten Aufwand pro Jahr verlängern die Lebensdauer merklich.

Fazit: Lärchen-Kantholz – nachhaltige Investition für Jahrzehnte

Kantholz aus Lärche vereint die Vorzüge eines heimischen Nadelholzes mit außergewöhnlicher Dauerhaftigkeit. Die Kombination aus hoher Dichte, natürlichem Harzschutz und guten mechanischen Eigenschaften macht es zur ersten Wahl für Außenkonstruktionen ohne chemischen Holzschutz. Die anfängliche Investition liegt zwar 30-50 Prozent über Fichtenholz, amortisiert sich aber durch die doppelte bis dreifache Lebensdauer. Wer einmal baut und jahrzehntelang Ruhe haben möchte, trifft mit Lärche die richtige Wahl. Über die Anwendung im Tragwerk hinaus eignet sich Lärche auch hervorragend für sichtbare Bauteile wie Terrassendielen aus Lärchenholz.

Für tragende Außenkonstruktionen wie Terrassenunterbauten oder Carport-Rahmen empfiehlt sich gehobelte europäische Lärche in ABC-Sortierung mit Abmessungen von 90×90 mm aufwärts. Diese Qualität bietet die beste Balance zwischen Optik, Festigkeit und Wirtschaftlichkeit. Sägeraue 2a-Qualität genügt für nicht-sichtbare tragende Elemente und spart etwa 20 Prozent der Kosten. Bei der Dimensionierung gilt: Lieber eine Nummer stärker als unterdimensioniert – Nacharbeiten bei tragenden Konstruktionen sind aufwändig und teuer.

Die Kostenkalkulation sollte realistisch ausfallen. Bei 90×90 mm europäischer Lärche gehobelt sind 15-18 Euro pro laufendem Meter einzuplanen. Für eine Terrassenunterbau-Konstruktion von 20 Quadratmetern mit Lagerhölzern im 50-cm-Abstand werden etwa 80 laufende Meter benötigt – das ergibt Materialkosten von 1.200-1.440 Euro allein für die Unterkonstruktion. Hinzu kommen Terrassendielen, Befestigung und eventuell Fundamentarbeiten. Der Gesamtpreis für hochwertige Lärchenholz-Terrassen liegt damit deutlich über Fichten-Lösungen, hält dafür aber auch zwei bis drei Renovierungszyklen lang.

Die Vergrauung ist eine bewusste Entscheidung. Wer den silbergrauen Charakter schätzt, kann komplett auf Oberflächenbehandlung verzichten und spart Zeit und Kosten. Wer die rotbraune Färbung bevorzugt, muss jährliche Ölpflege einplanen – das kostet bei 20 m² Terrasse etwa zwei Stunden Arbeitszeit und 30-40 Euro Material pro Jahr. Chemischer Holzschutz ist bei Lärche grundsätzlich unnötig und aus ökologischer Sicht auch unerwünscht. Das natürliche Harz übernimmt diese Aufgabe zuverlässig.

Bei der Beschaffung sollten Herkunftszertifikate geprüft werden. PEFC- oder FSC-Siegel garantieren nachhaltige Forstwirtschaft und lückenlose Herkunftskette. Europäische Lärche aus den Alpen oder aus heimischen Mittelgebirgen bietet ökologische Vorteile gegenüber sibirischen Importen. Regionale Sägewerke ermöglichen Rückverfolgbarkeit und kürzere Transportwege – ein Aspekt, der zunehmend wichtiger wird. Die Lärchen-Zaunlatten in 40x60mm zeigen die Vielseitigkeit des Materials für verschiedene Dimensionen.

Die exakte Dimensionsberechnung spart bares Geld. Für Terrassenunterbauten den Abstand der Lagerhölzer nicht willkürlich wählen, sondern an der Brettlänge der Dielen orientieren. Standard-Terrassendielen gibt es in Längen von 2,00 m, 2,50 m, 3,00 m und 4,00 m. Ein Lagerholz-Abstand von 50 cm bei 4,00 m langen Dielen erfordert neun Lagerhölzer – bei 40 cm Abstand bereits elf. Diese zwei zusätzlichen Lagerhölzer kosten bei sechs Metern Breite 12 laufende Meter extra, also 180-216 Euro Mehrkosten ohne funktionalen Nutzen.

Verschnitt lässt sich bei sorgfältiger Planung auf unter zehn Prozent reduzieren. Kantholz wird in Standardlängen von drei, vier, fünf oder sechs Metern geliefert. Für eine Terrassenbreite von 4,50 m können fünf Meter Länge beschafft und die Reststücke von 50 cm für Querverbindungen genutzt werden. Wer hingegen sechs Meter bestellt, hat 1,50 m Verschnitt pro Lagerholz – das summiert sich schnell auf unnötigen Materialverbrauch.

Der Klimawandel wird die Bedeutung der Lärche weiter steigern. Während Fichte unter Trockenstress und Borkenkäferbefall leidet, kommt die Lärche mit wärmeren Temperaturen in höheren Lagen besser zurecht. Forstwirtschaftliche Programme setzen zunehmend auf Lärche als klimaresiliente Baumart. Langfristig könnte dies zu größerem Angebot führen, kurzfristig bleibt die Lärche jedoch ein knappes Premium-Produkt. Wer heute baut, sichert sich Material aus nachhaltigen Beständen.

Professionelle Beratung lohnt sich bei größeren Projekten. Statische

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Holz-Experte bei meinholz24 — über 20 Jahre Erfahrung im Handel mit nachhaltigen Hölzern und Beratung von DIY- bis Profi-Projekten.

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